Folge 55: Finsternissaison 2026 – Wer bin ich im Kollektiv?
Die erste Finsternissaison 2026: Ein neuer Zyklus beginnt
Die erste Finsternissaison 2026 startet ungewöhnlich früh – bereits am 17. Februar 2026 mit einer Sonnenfinsternis im Wassermann.
Und sie markiert mehr als nur einen weiteren Neumondzyklus.
Mit dieser Finsternis beginnt ein neuer mittlerer Entwicklungszyklus auf der Achse Löwe–Wassermann, der uns etwa zwei bis drei Jahre begleiten wird. Eine Achse, die zutiefst menschlich ist – weil sie die Frage stellt:
Wer bin ich – und wer bin ich unter Menschen?
Was Finsternisse wirklich bedeuten
Finsternisse kommen jedes Jahr in zwei 14-tägigen Phasen.
Doch astrologisch wirken sie auf drei Ebenen:
Der kleine Zyklus: die sechs Monate zwischen zwei Finsternissaisons.
Der mittlere Zyklus: zwei bis drei Jahre auf einer bestimmten Zeichenachse.
Der große Zyklus (Saros-Zyklus): rund 18 Jahre, bis sich die Mondknoten vollständig erneuern.
Mit der Finsternis im Februar 2026 betreten wir einen neuen mittleren Zyklus auf der Achse Löwe–Wassermann. Auch wenn die Mondknoten erst später im Jahr endgültig in diese Zeichen wechseln, öffnet sich archetypisch bereits jetzt dieses neue Themenfeld.
Und das Thema ist kraftvoll.
Löwe–Wassermann: Ich und das Feld
Diese Achse beschreibt eine der zentralsten Fragen unseres Menschseins.
Der Löwe fragt:
Wer will ich sein?
Wie will ich mich zeigen?
Was ist mein kreativer Ausdruck?
Wo lebe ich mein Herz?
Der Wassermann fragt:
Was ist mein Beitrag im Kollektiv?
Wie bringe ich meine Einzigartigkeit in die Gemeinschaft?
Wie lebe ich Freiheit – ohne mich zu verlieren?
Es geht nicht mehr nur um Selbstverwirklichung.
Es geht um Selbstverortung.
Nicht mehr um „Wie strahle ich?“
Sondern um „Wofür strahle ich?“
Vom Mittelpunkt zum Feld
Im Schatten kann der Löwe in Egozentrik, Drama oder Narzissmus kippen.
Im Schatten kann der Wassermann zu distanziert, technisch, entkoppelt oder überindividualisiert werden.
Und genau hier liegt die Spannung dieser Finsternissaison.
Wir leben bereits mit Pluto im Wassermann in einer Zeit, in der Themen wie Social Media, künstliche Intelligenz, digitale Gemeinschaft und Individualisierung enorme Dynamik entfalten.
Die Finsternis bringt nun zusätzlich die Frage ins Bewusstsein:
Was passiert, wenn Freiheit Realität wird?
Wenn ich frei bin – wirklich frei – was mache ich dann mit dieser Freiheit?
Bleibe ich im Konsum? Oder beginne ich zu gestalten?
Freiheit ist kein Endpunkt – sie ist der Anfang
Viele Menschen wünschen sich Freiheit als Ziel. Doch was selten bedacht wird:
Freiheit bringt Verantwortung.
Wenn ich nicht mehr fremdbestimmt bin,
wenn ich nicht mehr funktioniere,
wenn ich nicht mehr angepasst bin –
dann muss ich wählen.
Wofür gebe ich meine Energie?
Was stelle ich dem Feld zur Verfügung?
Welchen Teil meines Potenzials bringe ich wirklich ein?
Diese Achse kann deshalb zutiefst befreiend – und gleichzeitig herausfordernd sein.
Denn Schatten und Licht liegen hier extrem nah beieinander.
Was für den einen mutige Authentizität ist, wirkt für den anderen egozentrisch.
Was wie Individualität aussieht, kann auch Rückzug sein.
Es ist eine Bewusstseinsfrage.
Persönliche Aktivierung: Wo trifft dich diese Finsternis?
Schau in deinem eigenen Horoskop:
Welche Häuser liegen auf der Achse Löwe–Wassermann?
Welche Planeten stehen dort?
Sind persönliche Achsen (AC/DC oder MC/IC) betroffen?
Das Thema, das sich um den 17. Februar 2026 zeigt, wird dich vermutlich die kommenden zwei Jahre begleiten.
Finsternisse wirken wie ein Auftakt.
Was jetzt angestoßen wird, vertieft sich.
Praktischer Umgang mit Finsternissen
Diese Zeit ist kein Manifestations-Highspeed-Fenster. Sie ist ein Raum für Innenschau.
Hilfreich können sein:
Nervensystem regulieren statt pushen
Journalen mit der Frage: „Was ist gerade lebendig in mir?“
Bewusster Umgang mit Medien und Reizüberflutung
Spaziergänge, Meditation, Rückzug
Lauschen statt planen
Finsternisse bringen keine Apokalypse. Sie öffnen Entwicklungsräume.
Sie initiieren Wandel – oft leise, manchmal intensiv, aber selten willkürlich.
2026: Luft und Feuer nehmen zu
Mit dieser neuen Achsenbetonung wird die bereits spürbare Luft- und Feuerenergie des Jahres 2026 verstärkt:
Mehr Geschwindigkeit
Mehr mentale Aktivität
Mehr Ausdruckskraft
Mehr Gestaltungswille
Doch genau deshalb braucht es Erdung.
Diese Finsternissaison lädt dazu ein, nicht sofort zu handeln – sondern bewusst zu wählen.
Eine Frage für die kommenden zwei Jahre
Wenn du ganz frei wärst – frei von Erwartungen, frei von Anpassung, frei von Rollen –
Was würdest du wirklich ins Feld geben?
Und bist du bereit, die Verantwortung dafür zu tragen?
🎧 Jetzt reinhören in Folge 55.
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